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Mythen und Märchen über umweltfreundliche Dämmstoffe. Ihre wirkliche Eigenschaften.

Eigenschaften der Wärmedämmstoffe

Flüssige keramische Überzüge

Umweltfreundliche Wärmedämmstoffe

Atmende Wände

Luftkissen

 

Eigenschaften der Wärmedämmstoffe

Das Geschäft der Dämmstoff-Hersteller, hat wie jedes anderes Geschäft, Gewinnerzielung zum Ziel. Effektives Management, Unternehmensplanung, Marketing, Werbung - das alles ist der Interessenkreis eines fachkundigen Managers. Haben Sie einmal einen Verkäufer getroffen, der sagen würde: „Unser Material ist nicht die beste Lösung in Ihrem Fall“?

  • Verkäufer : „Möchten Sie Öko-Materialien? Dann bitte – Lein und Öko-Steinwolle“.
  • Sie: „Mischen Sie da die brandsicheren und antiseptischen Zusatzmittel ein“?
  • Verkäufer : „Sie wollen doch nicht, dass Ihr Haus abbrennt oder von den Schädlingen gefressen wird“?

Und haben Sie darüber nachgedacht, was braucht man, um den Baum so zu verarbeiten, dass er nicht ausbrennt?

Laut Gesetz soll der Hersteller die Normvorschriften einhalten und die Eigenschaften wie Wärmeleitungs- und Wasserdampfdurchlässigkeitszahl angeben. Wörter wie: „umweltfreundlich“, „besser“ und „am effektivsten“, sind nicht verbindlich. Hier sind die Beispiele:

  • In der Kennzeichnung des Schaumstoffs werden die Zahlen 15,25,35… verwendet. Das ist die Dichte in kg/m³. Die Dichte beeinflusst den Preis der Herstellung und die Eigenschaften von Polystyrolschaum (je höher desto besser). Das Gewicht von Polystyrolschaum mit der Kennzeichnung 35 beträgt 20-25 kg. Ein Hersteller wollte seinen Konkurrenten voraus sein und hat sein Schaumstoff mit der Dichte von 25 mit der Zahl 35 gekenngezeichnet, da seine Eigenschaften nicht schlechter als bei Polystyrolschaum mit 35 der anderen Hersteller war. Und so weiter.
  • Flüssige keramische Überzüge. Mit ihnen lernte ich die Betrügereien im Baugeschäft kennen. Nachdem ich einen Auftrag für den Anstrich eines Objektes mit diesem Wärmedämmstoff bekommen habe, habe ich, „Ungläubiger Thomas“, meine Eisentasse mit diesem Material bestrichen. Der heiße Tee hat die Hände in dieser Tasse nicht verbrannt, aber ihre Oberfläche ist sehr heiß geworden. Nach einigen Tagen in einer Sauna, mit dem nackten Hinterteil auf der Holzbank sitzend, dacht ich, dass sich der Wärmeleitungskoeffizient des Holzes, von der vom Hersteller des keramischen Überzugs angegebenen Zahl, unterscheidet. Ich habe weiter nach der Antwort gesucht und hier sind meine Ergebnisse: 

Flüssige Keramik reflektiert sehr gut die Kurzwellenstrahlung der Sonne des sichtbaren Spektrums. Sie wurde in den USA für die Beschichtung der Dächer angewendet. Der Schutzkoeffizient gegen diese Strahlung beträgt 0,0015-0,003 W/ms. Dieser Koeffizient wird erfolgreich in der Werbung als Wärmeleitungskoeffizient des Materials angegeben. Obwohl in USA für TC Ceramic HB und Mascoat wird nach bestem Wissen und Gewissen Wärmeleitungskoeffizient 0,097 W/mK angegeben. Also haben unsere Hersteller Sie 65 Mal getäuscht. Und das wäre alles! :)

In Deutschland kenne ich nur zwei Fälle der Aufdeckung der Betrügerei:

Der erste Fall ist im Jahr 2000 geschehen. Das Forschungsinstitut für Materialprüfung, Labor für Prüfung von Baustoffen in Leipzig hat das Produkt Thermo-Shield Еxterieur geprüft. Bei der Beschichtung der Außenwand mit diesem Stoff wurde keine wesentliche Energieeinsparung, die für die Heizung des Hauses notwendig ist, im Vergleich zur Wand ohne Beschichtung nachgewiesen.

Der zweite Fall: Prüfung der Universität Hannover. Dort wurde eine wissenschaftliche Arbeit für Untersuchung der thermischen Eigenschaften des Stoffs „Thermoschild-Exterieur“ ausgeführt. Im Zuge der Untersuchung wurde keine wesentliche Wärmeschutzwirkung der auf die Oberfläche der Proben angebrachten Schicht nachgewiesen. Danach hat der zuständige Fachverband „einheitliche Wärmedämmsysteme“ eine Klage gegen einen einheimischen Verkäufer von flüssigen keramischen Farben vor Gericht eingereicht und gewonnen. Doch in den privaten Lack- und Farbengeschäften kann man mehrere Varianten dieses Produktes vorfinden. Im Internet habe ich fünf Hersteller und eine Menge von Werbung gefunden.

Zusammenfassung: im Internet gibt es keine Enthüllungsmaterialien, aber für die Werbung der Produkte werden große Geldmittel ausgegeben. Doch den „Enthüllern“ zu vertrauen, die in der Regel die Hersteller der Konkurrenzprodukte sind, wird nicht empfohlen. Man muss Experteneinschätzungen suchen.

Nun möchte ich die zwei gravierendsten Mythen analysieren, die die Auswahl der Technologie und des Dämmstoffs beeinträchtigen.

 

Der Mythos über "atmende" Wände ist im Internet sehr verbreitet, da der beschriebene Prozess sehr leicht vorgestellt und erklärt werden kann. Er ist fast zur Sektenbewegung geworden und hat unprofessionelle Bauforen infiziert. Er ist sehr vorteilhaft für die Hersteller von verschiedenen Steinwollen. Der größte Nachteil der Steinwolle liegt darin, dass Feuchtigkeit auf ihren Fasern, die eine riesige Fläche bilden, kondensieren kann. Innerhalb der Wärmedämmschicht kommt es zu einem Temperatursturz der Luft, die durch die Steinwolle fließt.  Die Relative Feuchtigkeit steigt bis 100% und schlägt sich als Schwitzwasser nieder, das sich in der Wärmedämmschicht ansammelt, ihre Dämmfähigkeite mindert und die Anschlusswand zerstört.  Mehr kann man im Artikel über Steinwolle lesen.

 Badewanne ohne Nachbearbeitung  Isoliertes Badezimmer mit der Nachbearbeitung  Isoliertes Badezimmer mit der Reparatur
Schwarze Linie - Temperatur

Blaue Linie - Taupunkttemperatur

  1. (2 mm) Silikatfarbe
  2. (5 mm) Verputz
  3. (380 mm) Mauerwerk aus Tonvollziegel auf Zement-Sandmörtel 1800 kg/m3
(10 mm) Mineralwolle 75-120 kg/m3
Schwarze Linie - Temperatur

Blaue Linie - Taupunkttemperatur

Blaue Zone - Kondensationszone

  1. (2 mm) Silikatfarbe
  2. (5 mm) Verputz
  3. (380 mm) Mauerwerk aus Tonvollziegel auf Zement-Sandmörtel 1800 kg/m3
  4. (10 mm) Mineralwolle 75-120 kg/m3
  5. (20 мм) Armierungsfassadenklebestoff
  6. (10 mm) Gipsmörtelputz
  7. (3 mm) Akrylfarbe
Schwarze Linie - Temperatur

Blaue Linie - Taupunkttemperatur

Blaue Zone - Kondensationszone

  1. (2 mm) Silikatfarbe
  2. (5 mm) Verputz
  3. (380 mm) Mauerwerk aus Tonvollziegel auf Zement-Sandmörtel 1800 kg/m3
  4. (10 mm) Mineralwolle 75-120 kg/m3
  5. (20 мм) Armierungsfassadenklebestoff
  6. (10 mm) Gipsmörtelputz
  7. (3 mm) Akrylfarbe
  8. (3 mm) Akrylfarbe

So sieht der Hersteller die Wärmedämmung. Ideal.

Und jetzt geben wir Endbearbeitung dazu

Sanierung. In einigen Jahren streichen wir unseres Außenwand mit Silikatfarbe in zwei Schichten

 

Wände mit guter Dampfdurchlässigkeit nennt man im Alltag „atmend“. Das ist ein fraglicher Vorteil, da die Nässe aus dem Raum durch gute Belüftung entfernt werden sollte. Nässe, die durch die Wände geht, schadet ihnen und verringert ihre Lebensdauer, wobei die Wärmeleitfähigkeit steigt.

Machen wir eine mathematische Berechnung.

Z.B. die Raumtemperatur beträgt +22°C und die Feuchtigkeit 55%. Mit der Tabelle bestimmen wir den Partialdruck der Dämpfe bei einer Feuchtigkeit von 50 %. Er beträgt - 1454.2 Pa.  Die Temperatur der Außenluft ist 0°C, der Partialdruck beträgt bei einer Feuchtigkeit von 50%  – 305.5 Pa.  Die Differenz der Kennzahlen des Partialdrucks beträgt – 1148.7 Pa.

Berechnen wir das höchste Volumen der durch die Ziegelwand (400mm dick) für 24 h abgeleiteten Wasserdämpfe (Temperatur und Luftfeuchtigkeit bleiben unverändert). Die Dampfdurchlässigkeit der Ziegel beträgt 0.11 mg/(m× h× Pa).

Wassergewicht=0.11/0.4*24*1148.7= 7581,42 mg oder 7,5 g des Wasserdampfes von 1 m² der Wand.

Und das ist abgesehen von Spachtel und Anstrich an den beiden Seiten, möglichen Kälteeinbrüche und Reduzierung der Dampfdurchlässigkeit der Wand.

Mit Dämmstoff ist es noch interessanter. Die Stoffe mit guter Dampfdurchlässigkeit brauchen eine beiderseitige Dampfabdichtung der Innenwände! Hersteller vergessen in der Werbung anzugeben, dass eine Armierungsschicht nach der Wärmedämmung folgt, deren Dämpfdurchlässigkeit gering ist und danach folgen Spachtel und Farbschicht. Feuchtigkeit sammelt sich im Wärmedämmstoff an. (Folge zu erklären). Alle Berechnungen und Kurven sind in folgendem Artikeln enthalten. Nach Berechnungen der Wohnräume wird es durch die abgedämmten Wände höchstens 5% entfernt. (Was wird entfernt?)

Warum denn nach der Wärmedämmung ist es im Haus beklemmend.

In der Regel werden bei der Durchführung einer Sanierung alle möglichen Spalten geschlossen, durch die der Raum in natürlicher Weise belüftet würde. Bei 0°С in m3 der Luft kann es(was?) höchstens 4.86g des Wassers enthalten, und bei 22°С schon 19.25g, was in viermal höher ist. Wird die Außenluft mit Feuchtigkeit 100% erhitzt, somit wird ihre Feuchtigkeit 33%. Somit die Frischluft, die durch Belüftung gekommen wurde, resorbiert beim Erwärmen die Feuchtigkeit, die infolge der Lebenstätigkeit gebildet wurde.

Das Atmen fällt leichter, wenn die luft nicht zu feucht ist (vergleichen Sie, wo man leichter atmet: in einer trockenen Sauna oder im Dampfbad?) Deshalb ist es wichtig, eine zusätzliche Belüftung des Raums zu installieren. Eine günstige Variante ist die Einstellung der Wärmenutzungsanlage, oder zweimal pro Tag zu lüften.

Der Mythos über „umweltfreundliche“ Wärmedämmstoffe

Wir alle möchten in umweltfreundlichen Häusern wohnen. Es gibt auch eine Menge gute, „saubere“ Stoffe: Ziegel, Beton, Glas, Stein. Aber alle biologischen Stoffe, die brennen, verderben oder mit Pilzen und Schädlingen befallen werden können, müssen unbedingt mit chemischen Stoffen behandelt werden. Und das sind meist keine Aromaöle.

Auf folgende Weise werden Lein, Öko-Steinwolle, Späne und Stroh bearbeitet. Steinwolle ist mit Phenol-Formaldehydharz imprägniert, damit die Fasern nicht zerfallen. Ehrlicherweise sollte der Hersteller angeben: „Der Wärmedämmstoff ist aus natürlichen umweltfreundlichen Materialien hergestellt, die mit Gift (Chemie) behandelt wurden“. Aber „mit Gift behandelt“ hört sich nicht natürlich an ;)

Zweiter Extremfall ist, wenn wir mit der Sorge um die Umwelt das Haus aus den Holzbalken bauen, ohne Holz mit den Mitteln gegen Pilze, Brand und Schädlingen zu bearbeiten. Und danach, wenn der Zustand des Holzes sich verschlechtert, bearbeiten wir es mit chemischen Mitteln. Somit haben wir ein Holzhaus entweder dauerhaft oder umweltfreundlich. Gleiches Bild haben wir mit Stroh, Hanfpflanze und Lein als Wärmedämmstoff.

Es gibt auch teurere Holzarten wie Lärche. Auch althergebrachte Methoden sind umweltfreundlich, z.B.,Pferdeharn. Auch Kupfervitriol ist eine althergebrachte Methode, aber ebenfalls nicht umweltfreundlich.   

Aufgrund der hohen Arbeitskosten, der niedrigen Wirkung und Lebensdauer dieser Dämmstoffe behandle ich die „Biomaterialien“ nicht weiter. Wollen Sie Ihr Haus mit Biomaterial abdämmen, dann sollten Sie sich mit den Grundlagen der Berechnungen von Wärmedämmungssystemen vertraut machen, damit sie fachgerecht angewendet werden.

In jedem Fall wichtig, ist die richtige Berechnung, die Qualität der ausgeführten Arbeiten und der angewendeten Materialien.

Der Mythos über Luftkissen

Wie Sie schon aus der Tabelle „Dicke des Wärmedämmstoffes“ Artikel: "Wärmedämmstoffe. Was ist besser?" ersehen können, hat Luft sehr niedrige Wärmeleitfähigkeit. Viele meinen, dass eine Luftschicht zwischen den Schichten, Dämmstoff ersetzen könnte.   

Wie Sie schon wissen, Wärmeübertragung wird durch Wärmeleitfähigkeit, Konvektion und Wärmestrahlung gewährleistet. Nach der Wärmeleitfähigkeit hat Luft keine Konkurrenten, doch die Strahlung von der erwärmten Wand zu kalten erfolgt fast reibungslos. Wie kann sie behindert werden? Sehr einfach. Thermosflaschen-Technologie. Wir können die beiden Wände mit der Folie Penofol bekleben oder mit flüssiger keramischer Farbe anstreichen.

Übrig bleibt die Konvektion und das ist ein echtes Problem. Bei einer geringen Differenz der Temperaturen im Zwischenraum der Wände erwärmt sich die Luft an der warmen Wand, dehnt sich aus, stößt von der Wand, geht nach oben, brodelt (das Gleiche geschieht an der kalten Wand aber umgekehrt). Aus der Praxis kann man sagen, dass die Luft im Zwischenraum der Wände von 2 cm und mehr und der Differenz der Temperatur von einigen Graden keine Wärmedämmung wegen Konvektion leistet. Was soll man tun? Die Luftschicht sollte in kleinere Segmente wie z.B. bei der Warmkeramik unterteilt werden. Bei Steinwolle als Wärmedämmstoff ist die Bewegung der Luft durch die Fasern der Steinwolle begrenzt. Polystyrolschaum besteht ebenfalls zu 98% aus Luft.

Es gibt allerdings tatsächlich die Möglichkeit mit Luft zu dämmen. Dabei wird eine mehrschichtige Vergitterung mit schmalen Luftschichten zwischen Sperrholzplatten erzeugt. Thermischer Widerstand dieses „Wunders“ ist 0,14-0,17, und Steinwolle hat 0,04.

FOLGEN

Wenn Sie Wärmedämmung ernsthaft verstehen wollen, empfehle ich, 25 Minuten aufzuwenden, um die Schulkenntnisse zu erneuern, dann wird es zu schwer Ihre Meinung zu manipulieren:

de.wikipedia.org/wiki/Partialdruck
de.wikipedia.org/wiki/Wärmeleitfähigkeit
de.wikipedia.org/wiki/Wärmeleitfähigkeit
de.wikipedia.org/wiki/Taupunkt
de.wikipedia.org/wiki/Wärmewiderstand
de.wikipedia.org/wiki/Wärmedämmung